// Startseite 

Vielfalt der Wasserfreunde

von Cord Hildebrand und Maike Wilstermann-Hildebrand

Zur Gattung Hygrophila zählen viele beliebte Aquarienpflanzen, wie der Indische Wasserstern und die verschiedenen Wasserfreundarten. Aber es gibt auch in dieser Gattung der Aquaristik wenig oder nicht bekannte Pflanzen, die zum Teil sogar eine medizinische Wirkung aufweisen.

Beschäftigt man sich mit den Wassersternen der Gattung Hygrophila, die zur Familie der Acanthaceae (Bärenklaugewächse) gehört, findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben zur Zahl der Arten. De Witt (1990) spricht von „vielleicht 60“, andere Quellen von 80 bis 90 Arten. Es gibt wohl noch einige Unklarheiten bezüglich der Arten und ihrer Synonyme. Sucht man im Internet, findet man Hinweise auf Arten der Gattung, die in der Aquaristik unbekannt und für das Aquarium meistens auch ungeeignet sind. Leider sind zu diesen Arten kaum Bilder und auch nur sehr spärliche Angaben zu Herkunft und Ökologie zu finden.

Hygrophila lacustris Hygrophila lacustris ist eine sehr schmalblättrige Art – hier die Überwasserform. Foto: M. Wilstermann-Hildebrand

 

Besondere Inhaltsstoffe

Einige Hygrophila-Arten werden als Nahrungsmittel genutzt. Die Blätter von Hygrophila lancea werden in China mit Öl und Salz zubereitet. In Indien werden die Blätter von Hygrophila serphyllum und H. spinosa gegessen.

Zu den Besonderheiten der Gattung gehören die Inhaltsstoffe der Pflanzen. Einige davon sind sogar medizinisch nutzbar. So werden die Samen von H. auriculata in der indischen Medizin zur Stärkung der Leberfunktion eingesetzt. Extrakte von Hygrophila erecta haben Einfluss auf die Entwicklung von Nervenzellen. Die Pflanze wird daher in der traditionellen Medizin im fernen Osten eingesetzt. Extrakte von H. scricta zeigen ebenso wie die von H. guianensis ein breites Spektrum an antibakterieller Wirkung. Bei H. guianensis ist eine gute Wirkung gegen Protozoen nachgewiesen worden, die an einem Malariaerreger getestet wurde.

Bei der Internetsuche nach Pflanzenbildern über Google findet man auch das Bild einer jungen Dame und fragt sich, was sie mit Hygrophila zu tun hat. Geht man dann auf die betreffende Seite, erschließt sich der Zusammenhang, denn auf dieser Seite wird für eine alternative Viagra-Tablette geworben, für die ein Inhaltsstoff aus Hygrophila salicifolia gewonnen wird. Von dieser Wirksamkeit der Inhaltstoffe und Extrakte kann allerdings nicht eins zu eins auf eine Wirkung im Aquarium geschlossen werden. Ich glaube, dass der Versuch, sein Aquarium mit H. salicifolia zu bepflanzen, damit es mit der Vermehrung der  Lebendgebärenden besser klappt, kaum zum Erfolg führen wird.

Die Verwendung als Medizinalpflanzen lässt den Pflanzen in einigen Ländern eine große Bedeutung zukommen. Von Hygrophila auriculata, einer Art, die unter anderem auch in Afrika vorkommt, findet man eine Abbildung auf einer Briefmarke aus Ruanda. Eine solche Ehre wird nur besonders schönen, seltenen oder wirtschaftlich wichtigen Arten erwiesen.

Hygrophila polysperma
Hygrophila polysperma ‘Braun’ im Aquarium. Foto: M. Wilstermann-Hildebrand

Problempflanzen

Bevor wir die einzelnen Arten vorstellen, wollen wir hier noch einige Anmerkungen zu negativen Aspekten der Verbreitung von Aquarienpflanzen machen. In den USA bereitet der sich ausbreitende Indische Wasserfreund (Hygrophila polysperma) Probleme. Die Pflanze ist als Aquarienpflanze eingeführt worden und dann in die Natur gelangt. Sie hat sich erst in den warmen Staaten Florida und Texas ausgebreitet, besiedelt jetzt aber auch schon andere Staaten.

Probleme entstehen dadurch, dass die Art andere Pflanzen verdrängt und in Kanälen durch rasches Wachstum den Wasserdurchfluss und die Schifffahrt behindert. Die Art ist so erfolgreich, weil sie bereits bei einem geringen Licht wächst, das anderen Arten noch nicht ausreicht. Außerdem ist sie sehr tolerant in Bezug auf den pH- und Wasserhärtebereich.

Die Bekämpfung der Pflanze ist schwierig, da sie gegen viele Unkrautvernichtungsmittel resistent ist und bei mechanischer Bekämpfung viele Pflanzenstücke entstehen, die nach Verdriftung an anderer Stelle wieder anwachsen (ungewollte Stecklingsvermehrung). In Australien breitet sich die ursprünglich aus Südamerika stammende Art Hygrophila costata aus.

 

Verbreitung

Die Wasserfreunde der Gattung Hygrophila sind in Nord- und Mittelamerika, Südamerika, Afrika, Asien und Australien verbreitet, wobei die als Aquarienpflanzen beliebten Arten fast ausschließlich aus Indien, Südostasien und Südamerika kommen. Die Artenzahl der nicht aquaristisch genutzten Arten ist allerdings wesentlich höher.

Zu ihnen gehören beispielsweise Arten wie Hygrophila abyssinica, H. latifolia, H. oblongifolia, H. trifolia und viele mehr.

Für die Bepflanzung von Aquarien sind vor allem der Riesenwasserfreund (Hygrophila corymbosa), der Weidenblättrige Wasserfreund (Hygrophila costata, Synonym H. guianensis), der Indische Wasserstern (H. difformis), der Schmale Wasserfreund (H. lacustris), der Indische Wasserfreund (H. polysperma) und der Schmalblättrige Wasserfreund (H. angustifolia, Synonym H. salicifolia) sehr gut geeignet.

Der Balsam-Wasserfreund (Hygrophila balsamica) ist dagegen nicht zu empfehlen. Die Art ist auch nur selten im Handel erhältlich und wird wenig kultiviert, da einige der aromatischen Inhaltstoffe, denen diese Wasserfreund-Art ihren Duft und damit ihren Namen verdankt, giftig für Fische sind.

Kirschblatt, Hygrophila corymbosa
Das Kirschblatt, Hygrophila corymbosa, ist häufiger Bestandteil schöner Unterwassergärten. Foto: H.-G. Evers

Hygrophila im Aquarium

Der Indische Wasserfreund (H. polysperma), der Indische Wasserstern (H. difformis) und der Riesenwasserfreund (H. corymbosa) können für eine Erstbepflanzung von Aquarien empfohlen werden, da sie durch ihr rasches Wachstum das Becken schnell begrünen und dem Wasser Nährstoffe entziehen, die dann den Algen nicht mehr zur Verfügung stehen. Im Aquarium werden die Hygrophila-Arten als Stängelpflanzen für die Begrünung des Mittel- und Hintergrunds eingesetzt.

Durch eine stufige Anordnung der Stängel können auch Pflanzenstraßen gestaltet werden, wie man sie aus den Aquarien holländischen Stils kennt. Man lässt die Pflanzen zur Oberfläche oder bis zur gewünschten Höhe wachsen. Dann schneidet man die Pflanzen zurück und lässt den Rest des Stängels stehen, denn aus ihm wachsen neue Seitentriebe heraus. Mit den abgenommenen Stecklingen kann man seine Pflanzengruppe dann vergrößern.

Die Stängel sollten mit einem genügenden Abstand zueinander einzeln eingesetzt werden, damit die Blätter am unteren Teil des Stängels noch genug Licht bekommen. Wenn die Stängel verkahlen, liegt es entweder daran, dass zu wenig Licht zu diesen Blättern dringt oder die Versorgung mit Nährstoffen zu gering ist und aus den unteren, älteren Blätter Nährstoffe in die jüngeren verlagert werden.

 

Indischer Wasserfreund

Der Indische Wasserfreund (Hygrophila polysperma) stammt ursprünglich aus Indien und Butan. Die schnellwüchsige Stängelpflanze ist für den Hintergrund am besten geeignet. Über die schon erwähnte Stecklingsvermehrung und die gute Selbstverzweigung der Pflanzen lässt sich schnell eine größere Gruppe aufbauen. Aufgrund ihres schnellen Wachstums ist sie sehr für die Erstbepflanzung eines Aquariums zu empfehlen.

Die Blattfarbe ist abhängig von der Stärke des zur Verfügung stehenden Lichts und kann von einem hellen Grün bis ins Bräunliche reichen. Schaut man in Wasserpflanzen-Bücher, gehen die Meinungen über die Wachstumsbedingungen zum Teil auseinander. Als Temperaturen werden zwischen 12–30 °C und 22–30 °C empfohlen. Der Lichtbedarf wird meist mit gering bis sehr groß angegeben und die Pflanze soll in weichem wie auch in hartem Wasser wachsen. An den Unterschieden in den Angaben lässt sich ablesen, dass sie sich gut an unterschiedliche Bedingungen anpassen kann.

Vom Indischen Wasserfreund gibt es Sorten, die in der Blattform und Farbe von der normalen Form abweichen, aber genauso wüchsig sind. Die Sorte ‘Rosanervig’ zeigt eine auffällige weiße oder rötliche Zeichnung der Blattnerven. Man vermutet, dass sie durch einen Virusbefall hervorgerufen wird. Zur Ausprägung der schönen rötlichen, jungen Blättern sollte man dieser Sorte mehr Licht geben als der normalen Form.

Es gibt auch eine Form mit schönen bräunlichen, sehr schmalen Blättern und eine weitere mit schmalen Blättern, die bei viel Licht fast orangefarbig aussehen. Dann wird noch eine Form angeboten, die im Blatt etwas breiter ist als die Nominatform und von der Blattfarbe her mehr bräunlich ist. Sie wächst allerdings etwas langsamer.

 

Indischer Wasserstern

Der Indische Wasserstern (Hygrophila difformis) kommt in Indien, Myanmar, Thailand und auf der Malaiischen Halbinsel vor. Er ist als Hintergrundpflanze sehr empfehlenswert. Es wirkt sehr dekorativ, wenn die Pflanzen stufig als Pflanzenstraße gesetzt werden. Dieses Gestaltungselement (Leidener Straße) gibt dem Becken den Eindruck einer größeren Tiefe.

Im Gegensatz zu den ganzrandigen, gesägten Überwasserblättern sind die Unterwasserblätter tief eingeschnitten und gefiedert. Zum überwiegenden Teil bekommt man die Pflanze schon in der Unterwasserform im Handel.

Schaut man sich die Kulturempfehlungen verschiedener Autoren an, gehen die Temperaturempfehlungen von 18–30 °C über 20–26 °C bis zu 24–28 °C. Für die eigene Kultur dieser Pflanze kann man daraus ablesen, dass es sich um eine Art mit einer guten Anpassungsfähigkeit an die Aquarienbedingungen handelt.

Welche Temperatur nun die richtige ist, lässt sich nicht pauschal sagen, denn für das gesunde Wachstum der Pflanze ist unbedingt die Kombination aus Temperatur und angebotener Lichtmenge zu beachten. Hat man ein Becken mit einer geringeren Beleuchtungsstärke, ist es für das Wachstum besser, wenn die Temperatur niedriger ist. Bei einer hohen Temperatur wird der Stoffwechsel der Pflanze stark angeregt. Das erfordert dann aber auch eine stärkere Beleuchtung, damit der Energiebedarf durch die Photosynthese gedeckt werden kann. Die Empfehlungen für die Beleuchtung liegen bei den verschiedenen Autoren daher zwischen mäßigem und hohem Lichtbedarf.

Bei der Wasserhärte wird alles von weichem bis hartem Wasser empfohlen, was wieder ein Beleg für die gute Anpassungsfähigkeit der Pflanze ist. Beim Indischen Wasserstern (H. difformis) gibt es die Sorte ‘Weiß-Grün’ mit weißen Blattadern, wobei vermutet wird, dass die Färbung durch ein Virus verursacht wird. Die Sorte ist kaum im Handel zu finden.

 

Schmalblättrige Arten

Es gibt einen ganzen Komplex verschiedener Hygrophila-Arten, die sich durch schmale Blätter auszeichnen.

Als Weidenblättriger Wasserfreund werden Hygrophila angustifolia und Hygrophila costata gehandelt. Für Hygrophila salicifolia wird auch das Synonym H. angustifolia verwendet. Diese Arten kommen in Südostasien vor, in Indonesien zum Beispiel auf Sulawesi und Borneo. Auf einer Reise nach Kalimantan (Borneo) haben wir auch dort derartige Formen gefunden.

Die Pflanzen sind mit ihrem hellen Grün eine sehr schöne Dekoration für den Hintergrund. Auch hier gibt es in der Literatur keine einheitlichen Empfehlungen

für die Kultur. Die Angaben zur Temperatur reichen von 20–26 °C bis zu 24–28 °C und auch beim Licht schwanken die Angaben von mittlerer bis zu starker Beleuchtung.

Grundsätzlich ist für die Kultur der Hygrophila-Arten immer eine starke Beleuchtung zu empfehlen, damit sich die Farben der Blätter gut ausbilden können und die Stängelabschnitte zwischen den Blättern nicht zu lang und damit unschön werden. Wachsen

wird die Pflanze auch bei weniger Licht, doch ihr Aussehen verändert sich etwas. Eine dieser schmalblättrigen Formen wird sowohl als H. salicifolia, H. corymbosa „Aroma“ und als H. angustifolia im Handel angeboten.

Die Besonderheit dieser Pflanzen ist, dass sie Drüsenhaare ausbilden können, wenn sie über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Das geschieht abhängig von den Wachstumsbedingungen und tritt besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit im Winter im Gewächshaus auf. Die Pflanzen riechen dann wie Schafswolle nach dem Scheren. Unter Wasser werden keine Drüsenhaare ausgebildet.

Neben weiteren grünblättrigen Formen mit zum Teil sehr schmalen Blättern gibt es auch eine Form mit rötlich braunen Blättern, die als H. salicifolia ‘Rot’ angeboten wird. Sie bildet einen sehr schönen Farbpunkt im Aquarium, wächst aber langsamer als die grünen Formen. Der Weidenblättrige Wasserfeund, Hygrophila costata, ist besser bekannt unter seinem Synonym Hygrophila guianensis, wird aber meist als H. salicifolia verkauft. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Südamerika, vornehmlich aus Guyana, Venezuela, Brasilien und Bolivien.

Es handelt sich hierbei auch um eine schmalblättrige Art. Sie ist vor allem durch ihre weißen Blüten von den anderen blau oder violett blühenden Wasserfreunden zu unterscheiden.

Die Art wächst im Aquarium recht rasch zur Oberfläche und muss öfters wieder eingekürzt werden. Sie ist also bestens für die Bepflanzung des Hintergrunds geeignet. Um kurze Stängelabschnitte (Internodien) zwischen den Blattknoten zu bekommen, sollte eine hohe Lichtintensität bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C geboten werden.

 

Riesenwasserfreund

Die Formen des Riesenwasserfreunds oder Kirschblatts (H. corymbosa) sind neben dem Indischen Wasserfreund (H. polysperma) und dem Indischen Wasserstern (H. difformis) die am häufigsten in Aquarien zu findenden Wasserfreunde. Die Blätter erinnern in ihrer Form an ein Kirschblatt. Daher werden die Wasserfreunde der Gattung Hygrophila im Deutschen auch oft als Kirschblätter bezeichnet.

Der Riesenwasserfreund ist in Südostasien weit verbreitet. Im Aquarium sind die Pflanzen für die Begrünung des Hintergrunds gut geeignet und sehen am schönsten aus, wenn man sie in einer Gruppe pflanzt, bei der die einzelnen Stängel mit einigem Abstand gesetzt sind. Lässt man die Pflanzen einmal aus dem Aquarium herauswachsen oder versucht, sie im Sommer am Teichrand wachsen zu lassen, bilden sie viele schöne blaue Blüten.

Die Empfehlungen für die Kultur reichen bei der Temperatur von 20 bis 28 °C und beim Licht von mäßiger Beleuchtung bis zu hoher Lichtintensität. Die Pflanzen bekommen mit den hohen Werten kaum Schwierigkeiten, sondern nur mit zu wenig Licht.

Allgemein kann man zur Kultur von Pflanzen im Aquarium sagen, dass man nie am Licht sparen sollte. Als Beispiel für Lichtmengen sollen die folgenden Werte dienen. Bei einer Kultur unter Wasser auf den Pflanzenfarmen in Asien kann man über 100000 Lux an einem sonnigen Tag an der Wasseroberfläche der Teiche

messen. Unter einem Schattiernetz, das über der Teich gespannt wird, misst man noch über 50000 Lux. Bei unseren Aquarien mit sechs 18-W-Leuchtstoffröhren über einer Wasseroberfläche von 60 ¥ 60 cm erreichen wir mit neuen Röhren nur etwa 14000 Lux. Dass viel Licht auch gleichzeitig ein hohes Algenwachstum verursacht, stimmt nicht. Es kommt auf das Verhältnis von Bepflanzung, Besatz und Wasserpflege an.

Vom Riesenwasserfreund gibt es eine Sorte, die Zwergwuchs zeigt. Diese H. corymbosa „Mini“ ist eine Variante, die durch Mutation entstanden ist, ausgelesen und weitervermehrt wurde. In der Gärtnerei sieht man das deutlich an einigen Pflanzen, die an einigen Stängeln wieder normalen Wuchs zeigen. Diese Sorte wächst auch im Aquarium ziemlich langsam und ist daher sehr gut für den Vorder- und Mittelgrund geeignet. Man sollte nur auf freien Stand achten, damit die kleinen Pflanzen genug Licht bekommen. Eine andere Form ist H. corymbosa „siamensis“. Gegenüber der schon vorgestellten Form sind hier die Blätter länglicher und die Internodien kürzer. Die Form unterscheidet sich in den Pflegeansprüchen nicht von der normalen Form und ist wohl die am häufigsten gepflegte Corymbosa-Variante.

 

Weitere Arten

Der Schmale Wasserfreund (Hygrophila lacustris) ist selten im Handel zu finden. Es sind über ihn auch nur wenige Informationen zu bekommen. Die Pflanzen zeichnen sich durch sehr schmale Blätter aus, die aufwärts streben und eine Länge von bis zu 12 cm erreichen.

Zur Herkunft der Art gehen die Angaben auseinander. Nach De Witt soll sie aus Florida und Texas kommen, nach den Angaben der Aquarienpflanzengärtnerei Oriental aus Thailand. Die Kulturansprüche werden mit weichem bis mittelhartem saurem Wasser und mittlerem Lichtbedarf angegeben.

Der Balsam-Wasserfreund (Hygrophila balsamica) erinnert mit seinen flächigen, emersen und den geschlitzten submersen Blättern etwas an den Indischen Wasserstern (H. difformis). Diese Pflanze kommt in Indien und Sri Lanka vor. Für die Kultur sollte man ihr weiches bis mittelhartes Wasser, eine hohe Lichtintensität und Temperaturen von mehr als 25 °C bieten.

Der Nachteil dieser Pflanze ist, dass sie Giftstoffe enthält, die den Fischen gefährlich werden können. Sie machen sich vor allem dann bemerkbar, wenn emers gewachsene Pflanzen ins Aquarium gesetzt werden.

Bei länger submers kultivierten Pflanzen soll diese Giftwirkung nicht auftreten. Die Giftigkeit soll auch davon abhängig sein, welcher Klon dieser Art kultiviert wird.

 

Literatur

De Wit, C. D. (1990): Aquarienpflanzen. Stuttgart.

Gärtnerei Oriental (2001): Aquatic Plant Handbook. Singapur.

Kasselmann, C. (1999): Aquarienpflanzen. 2. Aufl. Stuttgart.

Sainty, G. R., & S. W. L. Jacobs (2003): Waterplants in Australia. Darlinghurst.

zurück zum Inhaltsverzeichnis AMAZONAS 12

zurück zum Artikelarchiv

 

Startseite | Verlag | Impressum / AGB
© 2008 - 2012 Natur und Tier - Verlag GmbH · An der Kleimannbrücke 39/41 · D-48157 Münster