Das aktuelle Heft

Titelthema Algengrundeln
Apfelschnecken Flusskrebse

 Zebrabärblinge oder Zebrafische, wie sie auch genannt werden, sind aus dem Hobby nicht mehr wegzudenken: Die kleinen Vertreter der Unterfamilie Danioninae werden zu Hunderttausenden gezüchtet und gehandelt, viele Anfänger finden über diese hübsche und einfach zu haltende Fischart den Einstieg in das Hobby. Der Reiz des Neuartigen scheint hier also längst verflogen zu sein - oder doch nicht? Für die Forschung jedenfalls ist Danio rerio eine unversiegbare Quelle des Wissens. von Stanislav Kislyuk

Als der britische Entdecker Francis Buchanan-Hamilton sein monumentales Werk über die Fische des Ganges 1822 veröffentlichte, konnte er noch nicht ahnen, wie bedeutend eine seiner Neuentdeckungen für die Wissenschaft würde. Die Geschichte der Zebrabärblinge als Forschungsobjekt begann aber erst rund 150 Jahre später, Ende der 1960er-Jahre. Denn genau zu dieser Zeit nahm George Streisinger an der Universität von Oregon seine Arbeit im Bereich der Genetik auf. Sein Interesse galt vor allem der Dechiffrierung des Genoms und dem Verstehen der genetischen Mechanismen, die zu Mutationen führen. Doch die gängigen Mäuse- und Rattenmodelle erschienen ihm für seine Zwecke zu komplex – zu schwer ließen sich Veränderungen am Erbgut bewerkstelligen, zu langsam wuchsen die Säugetiere, um die Ergebnisse schnell parat zu haben...


den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 76