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 Titelthema Cambarellus
LängsbandorfeStachelröhrenmäuler

Harnischwelse der Unterfamilie Loricariinae sind eher für skurrile Formen und interessante Brutstrategien bekannt als für auffällige Zeichnungen und Farben. Doch Pseudohemiodon apithanos als attraktivster Vertreter besticht geradezu durch intensive Kontraste und die Fähigkeit, seine Färbung je nach Stimmung zu verändern. Im Handel sind allerdings gleich drei Arten, die einander sehr ähnlich sehen und oft miteinander verwechselt werden. von Norman Behr & Anja K atzschmann

Unglaublich“, so charakterisiert die Erstbeschreibung im Artepitheton die Variabilität der Färbung der Chamäleons unter den Loricariinen: Mit Pseudohemiodon apithanos
(Isbrücker & Njissen, 1978) erhielt die Unterfamilie ihre momentan bekannteste und begehrteste Art. Doch es dauerte bis Ende der 1990er-Jahre, ehe die ersten Importe von Peru aus nach Europa eingeführt wurden. Im Abgleich mit der Beschreibung von P. apithanos schlussfolgerten Evers & Seidel (2002) seinerzeit jedenfalls, es müsse sich um genau diese Art handeln – nach heutigen Erkenntnissen ein Irrtum, doch dazu später mehr.

Erste Zuchterfolge
Schon bald stellten sich die ersten Nachzuchterfolge ein. Wie bei anderen Pseudohemiodon-Verwandten handelt es sich auch bei den damals eingeführten Tieren um Maulbrüter, deren Männchen eine zusammengeheftete Scheibe aus etwa 20–30 Eiern mittels ihrer speziell strukturierten Lippen mit sich tragen. Nach etwa 12–14 Tagen erfolgt der Schlupf, danach sind die Jungtiere auf sich allein gestellt.
In den ersten Lebenswochen verläuft die Aufzucht in der Regel nahezu problemlos. Wie für andere Sandwelse der Gattung Pseudohemiodon üblich, helfen dabei die Benutzung eines Aufzuchtkastens und kleine tierische Nahrung (Behr 2011). Nach einigen Monaten tritt allerdings bis zu einer Größe von 10 cm oftmals das Problem auf, dass die Nachzuchten unvorhersehbar und ohne erkennbare Gründe eingehen. Es deutet vieles darauf hin, dass eine Aufzucht in sehr keimarmer Umgebung die Mortalitätsrate deutlich senken könnte.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 80