Was für die eine oder andere Fischgruppe unter langjährigen Aquarianern mittlerweile bereits als alter Hut gilt, die vorübergehende Freilandhaltung, lässt sich auch mit anderen Kandidaten erfolgreich praktizieren. Worauf man achten und was auf jeden Fall vermieden werden sollte, wenn man sich in dieser Beziehung mit Vertretern der Channidae beschäftigt – darum geht es in diesem Beitrag. von Dominik Niemeyer

„Ihr aus Europa“, hat sich Sumit Drutta, damals Inhaber einer Exportfirma für Aquarienfische, mehrfach mir gegenüber beklagt, „wenn ihr zu Besuch nach Indien kommt, dann ist das in der angenehmsten Jahreszeit. Wie es sonst so ist, unter welchen Bedingungen unsere Fische leben müssen, bleibt euch dadurch meist verborgen.“ Er erklärte mir dazu den Einfluss des Himalayas und des Monsuns und ging auch auf so manche bekannte Fischart ein, die seiner Meinung nach falsch gehalten wurde. von Friedrich Bitter

Reisen in die Heimat unserer Aquarienfische sind immer etwas ganz Besonderes. Und wenn es in ein Land wie Peru geht, das mit den unterschiedlichsten Landschaftsformen aufwarten kann, dann darf man gespannt sein, was die Teilnehmer dieser Tour hinterher zu berichten wissen. von Anja Katzschmann und Norman Behr Fotos von Norman Behr

Wer Fische vermehrt, kann ein Lied davon singen: Der Nachwuchs benötigt, zunächst um überhaupt die Anfangsphase zu überstehen und dann zum zügigen Wachstum – na, was wohl? Lebendfutter! Und so werden diverse Futtertierkulturen angelegt, von Pantoffel- und Rädertierchen bis zur Essigälchen-, Grindal-, Enchyträen- und Drosophila-Zucht. Alles mehr oder weniger geruchsintensiv – was beim Rest der Familie nicht unbedingt auf Verständnis trifft … Zwei große Futtertiere aus dem Freiland sind da eine höchst willkommene Alternative – allerdings nicht unbedingtfür Jungtiere! von Friedrich Bitter

Manchmal werden sie ja doch in den Fachgeschäften angeboten, Nasengrundeln aus China. Wenn es nicht gerade deutsche Nachzuchten sind, dann wurden sie vornehmlich über Hongkong exportiert, aber auch die Händler aus Taiwan können neben den Arten, die es sowieso auf der Insel gibt, noch weitere vom Festland besorgen. von Wei-Chieh Tseng und Ta-Ching Chang

„Es gibt nichts, was es nicht gibt!“ So oder ähnlich könnte man antworten, wenn jemand die Frage verneint, ob auch unterirdisch lebende Fische existieren. Ins Licht der Öffentlichkeit werden sie zwar selten gezerrt, aber inzwischen sind relativ viele Arten bekannt, die im Verborgenen leben, also hypogäisch (= unterirdisch) vorkommen. Wir wollen einige dieser zum Teil skurrilen Spezies aus China einmal näher vorstellen. von Drake Shaw

Spektakuläre Neueinführungen gibt es in der Aquaristik immer wieder – und man freut sich, wenn man dabei sein darf. Meist sind es auch Neuentdeckungen oder jüngst wissenschaftlich beschriebene Arten. Bei der nachfolgenden Art, die gerade erst im Herbst durch diverse Fotos und Videos im Internet einem staunenden Publikum vorgestellt wurde, handelt es sich jedoch um eine der Wissenschaft bereits seit rund 85 Jahren bekannte Art. von Drake Shaw und Nathan Chiang

Biotopaquarien sind schwer im Kommen! Beseelt von dem Wunsch, einen realistisch wirkenden Ausschnitt aus dem Lebensraum ihrer Pfleglinge nachzustellen, scheuen Fans dieser Strömung keine Mühe, über die Bedingungen vor Ort zu recherchieren und sie bei der Einrichtung des Beckens zu berücksichtigen. von Natasha Khardina

1996 war unser Autor im brasilianischen Bundesstaat Rondonia unterwegs, wo im Madeira-Einzug verschiedene Buntbarsche des Satanoperca-jurupari-Formenkreises leben und stellenweise sogar zwei Arten syntop vorkommen. Da er lebende Exemplare mitbringen konnte, vermag er jetzt über eine dieser Arten zu berichten, die 2018 als Satanoperca curupira beschrieben wurde. von Uwe Werner

Seit Jahren steigt die Zahl wissenschaftlich beschriebener Arten der Gattung Badis (Blaubarsche) stetig an, was nicht zuletzt daran liegt, dass immer mehr und selbst kleinste Gewässer im natürlichen Verbreitungsgebiet dieser Fische auf ihre Bewohner hin genau untersucht werden. Eine Vorreiterrolle kommt dabei Indien zu, wo sich nicht zuletzt zahlreiche einheimische Ichthyologen intensiv mit den Süßwasserfischen des Landes beschäftigen. Aber auch anderswo werden Entdeckungen gemacht … von Torsten Kortum