Manchmal werden sie ja doch in den Fachgeschäften angeboten, Nasengrundeln aus China. Wenn es nicht gerade deutsche Nachzuchten sind, dann wurden sie vornehmlich über Hongkong exportiert, aber auch die Händler aus Taiwan können neben den Arten, die es sowieso auf der Insel gibt, noch weitere vom Festland besorgen. von Wei-Chieh Tseng und Ta-Ching Chang

„Es gibt nichts, was es nicht gibt!“ So oder ähnlich könnte man antworten, wenn jemand die Frage verneint, ob auch unterirdisch lebende Fische existieren. Ins Licht der Öffentlichkeit werden sie zwar selten gezerrt, aber inzwischen sind relativ viele Arten bekannt, die im Verborgenen leben, also hypogäisch (= unterirdisch) vorkommen. Wir wollen einige dieser zum Teil skurrilen Spezies aus China einmal näher vorstellen. von Drake Shaw

Spektakuläre Neueinführungen gibt es in der Aquaristik immer wieder – und man freut sich, wenn man dabei sein darf. Meist sind es auch Neuentdeckungen oder jüngst wissenschaftlich beschriebene Arten. Bei der nachfolgenden Art, die gerade erst im Herbst durch diverse Fotos und Videos im Internet einem staunenden Publikum vorgestellt wurde, handelt es sich jedoch um eine der Wissenschaft bereits seit rund 85 Jahren bekannte Art. von Drake Shaw und Nathan Chiang

Biotopaquarien sind schwer im Kommen! Beseelt von dem Wunsch, einen realistisch wirkenden Ausschnitt aus dem Lebensraum ihrer Pfleglinge nachzustellen, scheuen Fans dieser Strömung keine Mühe, über die Bedingungen vor Ort zu recherchieren und sie bei der Einrichtung des Beckens zu berücksichtigen. von Natasha Khardina

1996 war unser Autor im brasilianischen Bundesstaat Rondonia unterwegs, wo im Madeira-Einzug verschiedene Buntbarsche des Satanoperca-jurupari-Formenkreises leben und stellenweise sogar zwei Arten syntop vorkommen. Da er lebende Exemplare mitbringen konnte, vermag er jetzt über eine dieser Arten zu berichten, die 2018 als Satanoperca curupira beschrieben wurde. von Uwe Werner

Seit Jahren steigt die Zahl wissenschaftlich beschriebener Arten der Gattung Badis (Blaubarsche) stetig an, was nicht zuletzt daran liegt, dass immer mehr und selbst kleinste Gewässer im natürlichen Verbreitungsgebiet dieser Fische auf ihre Bewohner hin genau untersucht werden. Eine Vorreiterrolle kommt dabei Indien zu, wo sich nicht zuletzt zahlreiche einheimische Ichthyologen intensiv mit den Süßwasserfischen des Landes beschäftigen. Aber auch anderswo werden Entdeckungen gemacht … von Torsten Kortum

Sie werden meist über Wasserpflanzen oder mit dem Lebendfutter ins Aquarium eingeschleppt und gelten dann als Störfaktor, zumal sie sich unter normalen Bedingungen ohne Fressfeinde rasant vermehren können. Doch haben sie deshalb wirklich nur negative Einflüsse? Schauen wir uns einige Arten einmal genauer an … von Friedrich Bitter

Früher galten Grenzen zwischen Wirbeltierarten als in Stein gemeißelt – Nachkommen aus Kreuzungen wurden für generell unfruchtbar gehalten. Heute wissen wir jedoch, dass dem nicht immer so sein muss – ein möglicher Ansatz der Evolution für die Entstehung neuer Arten. von Ernst-Otto von Drachenfels

Länger als ein Jahr ist es bereits her: Am 14. und 15. Sep­tem­ber 2019 fand in der Eu­ro­pa­hal­le in Castrop-Rau­xel eine der letzten größeren Aqua­ris­tik­mes­sen vor der Corona-Krise statt. Und genau auf dieser Veranstaltung wurde eine Reihe zum Teil neuer Zucht­for­men des Ska­lars vor­ge­stellt. von Uwe Werner

Rund 600 Arten von Bach- bzw. Flussschmerlen (Familie Nemacheilidae) sind gegenwärtig bereits bekannt, aber bis auf wenige Ausnahmen fristeten sie in der Aquaristik eher ein Schattendasein. Eine (vermutlich) noch unbeschriebene Art aus Myanmar findet allerdings mehr und mehr Freunde, was sicher auch daran liegt, dass ihre Bedürfnisse leicht zu erfüllen sind und der kecke Zwerg auch gar nicht so unscheinbar ist. von Ute Dederer