Mexiko ist groß – und bietet aus Sicht eines Aquarianers eine Vielzahl von Anlaufstellen. Jede einzelne ist eine Reise
wert, und viele beheimaten ganz exklusive Cichliden. Ein lohnendes Ziel sind beispielsweise die Flüsse um die Ortschaft
Matías Romero.
von Michael Pilack

 Auf Fischfangtour in Neuguinea muss man ein wenig improvisieren können – dann aber lassen sich herrliche Entdeckungen
machen, sogar an einer Badestelle. Und der Ausdruck „alles im Eimer“ erhält eine völlig neue Bedeutung ...
von Johannes Graf

 Wenn man Aquarienfischarten bespricht, die vor mehr als 100 Jahren ins Hobby eingeführt wurden, darf einer ganz bestimmt nicht fehlen: der Guppy oder Millionenfisch, Poecilia reticulata. Und dazu hat unsere Autorin eine ganz persönliche Geschichte. von Ute Dederer

Jeder etwas erfahrenere Aquarianer hat schon mal etwas von ihnen gehört: Vieraugen, jene seltsamen Oberflächenfische, die sowohl unter als auch über Wasser sehen können – und das gleichzeitig! Aquaristisch spielen diese Spezialisten nur eine geringe Rolle. Doch das hält uns nicht davon ab, die faszinierenden Fische einmal vorzustellen.
Kennen Sie das Spiel „Teekesselchen“? Mit diesem Quizspiel, bei dem ein Begriff mit mehreren Bedeutungen gefunden werden muss, haben wir uns damals in der Schule herumgequält, wenn der Deutschlehrer meinte, auch mal etwas locker sein zu dürfen. Ich hätte da ein ganz prima Teekesselchen für Sie! Jeder Brillenträger, der schon mit diesem Spottwort bedacht wurde, wird jetzt beim Begriff „Vierauge“ auch mal etwas zu lachen haben. Selbst der Physiklehrer hätte bestimmt seinen Spaß daran, wenn die Sprache schließlich auf die Fische mit den „vier Augen“ käme.

  Die sogenannten Kongosalmler aus der Sammelgattung Phenacogrammus gehören schon immer zum Standardbesatz für größere Gesellschaftsaquarien mit afrikanischen Arten. Wenig ist über ihre Biotope bekannt, da die Heimatländer Republik Kongo und Demokratische Republik Kongo entweder politisch sehr instabil sind oder von Aquarianern selten besucht werden. Unser Autor berichtet von eigenen Sammelreisen.

 Wildfänge aus Brasilien sind bei Aquarianern sehr beliebt. Dass es aber nicht immer Wildfänge sein müssen, beweist nun ein ehrgeiziges Projekt aus dem Osten des größten südamerikanischen Landes Brasilien ist für jeden Fischfreund das Land der Wildfänge. Roter Neon und Diskus, Zwergcichliden und seltene Harnischwelse, alle diese Arten kennen und schätzen wir seit Jahrzehnten. Dabei handelte es sich wie angedeutet immer um Wildfänge. Das ist grundsätzlich kein Problem, weil die natürlichen Bestände den Fang durchaus verkraften – im Gegensatz zu den Umweltsünden, die der Mensch aus Profitgier und unter dem zweifelhaften Banner des Fortschritts in Amazonien begeht. Das hört auch niemals auf, denn ob nun die Politiker in Paris mit tränenschwangerem Blick Einigkeit im Kampf gegen globale Erwärmung und Raubbau beschließen oder nicht, die gierigen Nimmersatte brandschatzen und morden immer weiter.

 Bunte Fische aus fernen Ländern mitzubringen, das macht für die meisten Aquarianer Sinn, denn sie schmücken später dann das heimische Aquarium und sorgen für Staunen bei den Besuchern. Warum sich aber auch weniger farbenprächtige, etwas grimmig dreinblickende Grundeln nach Jahren als Glücksgriff entpuppen, darauf gibt dieser Beitrag Antwort. von Friedrich Bitter